10. Heise Kunstpreis verliehen

Künstler, Juroren, Organisatoren und Preisträger bei der Vernissage © Benjamin Diedering
Künstler, Juroren, Organisatoren und Preisträger bei der Vernissage © Benjamin Diedering

Maxwell Dunlop und Nils Franke sind die Sieger des Jubiläumsjahrgangs

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Ein großer Abend für die Karl-Heinz Heise Stiftung, für Künstler und Unterstützer. Am Donnerstag feierten alle Beteiligten und viele geladene Gäste gemeinsam die Vernissage zur Jahresausstellung des 10. Heise Kunstpreises. Nach der Eröffnung kurz vor 19 Uhr, in deren Rahmen auf dem Außengelände der Alten Feuerwache in Dessau auf die Entwicklung des Preises zurückschaut und ganz nebenbei das neueste Kunstwerk aus der Wolfsburger Autoschmiede, der VW Arteon, präsentiert wurde, öffneten sich die Türen zur Ausstellung. In der oberen Etage des ehemaligen Trockenturms waren damit erstmals die 56 besten Arbeiten zum diesjährigen Thema „Kopfkino“ öffentlich zu sehen.

Die Auswahl stellte sich für die Jury in den zurückliegenden Wochen als ganz besondere Herausforderung dar. Das Verdoppeln der Dotierungen auf 2000 Euro für den Haupt- und auf 500 Euro für den Publikumspreis motivierte knapp 300 Künstler aus ganz Deutschland und Österreich, sich mit insgesamt nahezu 800 Werken am Wettbewerb zu beteiligen. Ein Steigerung von über 100 Beiträgen zum bisherigen Rekordjahr. In drei Sitzungen konnten sich die Juroren Katrin Zickler, Gerhard Lambrecht, Jürgen Rieckhoff, Siegfried Appelt und die beiden Neuzugänge Uwe Hoyer und Hubert Ernst auf knapp 60 auszustellende Werke einigen. – Und natürlich auf den diesjährigen Preisträger, der nach der Abstimmung der anwesenden Gäste gemeinsam mit dem Publikumspreisträger geehrt wurde. Um 20.45 Uhr war der große Moment gekommen: Der Leipziger Künstler Nils Franke, Hauptpreisträger im Jahr 2013, bekam für seine Arbeit „Shining“ die meisten Publikumsstimmen und nahm sichtlich überrascht und gerührt den Scheck über 500 Euro aus den Händen des Geschäftsführers der Heise Gruppe Björn Emmerich und des Vorsitzenden des Stiftungsvorstands Tilo Teichmann entgegen.

Die beste Arbeit aus Sicht der Jury hatte Maxwell Dunlop eingereicht. Mit seinem Werk „Boy Vanishing” ist der in Berlin lebende Amerikaner der Gewinner des 10. Heise Kunstpreises. Leider konnte er den Scheck nicht persönlich entgegennehmen, da er, mit Frau und Baby angereist, der Vernissage nur einen kurzen Besuch abstatten konnte und bei der Preisverleihung mit der Familie schon wieder auf dem Heimweg war.

Erstmal wurde darüber hinaus noch ein Sonderpreis verliehen. Die Mitarbeiter der Fördergruppe an der Werkstatt für behinderte Menschen in Dessau hatten das unter Anleitung der Gruppenleiterin Anne-Kathrin Kersten entstandene Gemeinschaftswerk „Trilogie 21“ eingereicht und konnten sich über einen Scheck in Höhe von 250 Euro freuen.

Bis weit nach 22 Uhr feierten die über 200 Gäste die Erfolgsgeschichte des Heise Kunstpreises bei Fingerfood und Getränken vom Dessauer Cateringspezialisten Höbel & Meyer, der einen Großteil seiner Leistung als Sponsor beitrug. Auch der Audio-und Video-Dienstleister i:TECS, der für die technische Ausstattung des Events verantwortlich war, verzichtet zugunsten des Engagements der Karl-Heinz Heise Stiftung auf sein Honorar. Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Dessauer Duo Jazzfeel.

Bis zum 30. Juni ist die Ausstellung des Jubiläumsjahrgangs immer Donnerstag und Freitag von 13 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Die Betreuung und die logistische Organisation der Ausstellung übernimmt der Anhaltische Kunstverein.

Die 12 besten Arbeiten des 10. Heise Kunstpreises gibt es im Herbst als Kalender zu kaufen. Im Rahmen der Veröffentlichung wird es dann auch die ersten Informationen zum Start in das 11. Wettbewerbsjahr geben.

Geschrieben von Oliver Schröter am Freitag, 16. Juni 2017.

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